Musiker on Tour in Hammelburg

v.l.n.r. Sebastian, Stefan, Susanne, Kai, Eli, Rainer BurkhartAm Freitag den 17.08.2012, mitten in der Sommerpause,  machten sich sechs Musiker auf den Weg nach Hammelburg in Franken um dort an einem böhmisch-mährischen Workshop teil zu nehmen. Der Musiktreff Info (www.musiktreff.info)  bietet diesen Workshop an, da diese Musik bei vielen Musikvereinen von moderner sinfonischer Blasmusik verdrängt wurde.

Böhmisch-mährische Musik wurde bekannt durch Ernst Mosch und seine Egerländer. In der  böhmisch-mährischen Musik werden hauptsächlich Polkas, aber auch Walzer und Märsche gespielt. Dabei ist die traditionelle Besetzung hierfür Flügelhörner, Tenorhörner, Klarinetten, Tuba, Posaune und ein Schlagzeug. Der Dozent Christian Reder hat Trompete, Gesang und Dirigat in Basel studiert. Er hat die Gruppe „Maablosn“ gegründet („maa’ = Main, „blosn’= Gruppe, Clique; www.maablosn.com). Diese spielen böhmisch-mährische Musik in Ober- und Höchststufe.

Nach vierstündiger Fahrt erreichten die Musiker Hammelburg. Die bayrische Musikakademie befindet sich im ehemaligen Gebäude der Brauerei „Felsenkeller“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Franziskanerkloster „Altstadt“ in dem sich der Speiseraum und einige Zimmer der Akademie befinden. Die erste Probe begann mit zwei Polkas und einem Walzer. Christian Reder konnte in kurzer Probezeit das Orchester zu einer Einheit formen, die wichtigsten Elemente der Polka erklären und aus ein paar Noten ein Gefühl von Genialität auslösen. Nach der Probe war dann ein gemütliches Kennen lernen im Felsenkeller angesagt. Nach für den ein oder anderen kurzen Nacht ging es nach dem Frühstück mit einer Gesamtprobe weiter, in der weitere Details ausgearbeitet wurden.  Ein Geheimnis sei an dieser Stelle verraten am Beispiel mit dem Bau eines Hauses. Die Rhythmusgruppe aus Bass, Posaune und Schlagzeug ist das Fundament. Tenorhörner, Flügelhörner, Trompeten sind die Wände und das Dach. Das Holz ist die Fassadenfarbe. „Was nutz ein wundervolles Haus, wenn die Farbe hässlich ist oder man es auf Sand baut?“

Nachmittags waren Registerproben, in der die einzelnen Register die Feinheiten und die Stilistik verinnerlichten. In den kurzen Pausen blieb auch Zeit,  um das Schloss Saaleck zu besichtigen, das sich auf der Erhebung hinter der Akademie befindet. Vom Bergfried aus, bietet sich ein einzigartiger Panoramablick ins Saaletal und auf die Rhön. Nach abendlicher zweistündiger Probe fand man sich wieder im Felsenkeller zusammen, um die neuen Bekanntschaften zu vertiefen. Am Sonntagmorgen war noch eine kurze Probe. Hinterher wurde eine Aufnahme von dem erlernten gemacht, um das erlernt auf CD festzuhalten. Anschließend gab es noch ein Gruppenfoto, auf der sich alle in ihrer heimatlichen Tracht der Vereine  zeigten. Da die Orchestergemeinschaft Seepark aus dem „Badischen“ nicht in Tracht spielt, wurde im Voraus beschlossen, dass die Musiker ihr Oktoberfest-Outfit mit nach Franken nehmen. Nach dem Mittagessen war dann die Verabschiedung und das Lebewohl sagen. Es wurde sich auf ein Wiedersehen bei böhmisch-mährischer Musik im nächsten Jahr geeinigt. Nach einer kurzweiligen 4-stündigen Heimfahrt, auf der gleich die neu erworbenen Maablosn CDs angehört wurden, waren die Musiker wieder zu Hause.

Mit vielen neuen Eindrücken von dieser wunderschönen Musik, hoffen die Teilnehmer diese Begeisterung auch bei ihren Musikerkollegen wecken zu können, und eventuell das ein oder andere Stück ins Repertoire aufnehmen zu können.  (Susanne Lavori, Stefan Klingele, Kai Bürgin, Sebastian Mühlbach, Eli Glockner)

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