Taktstock, Dirigentenstab

aus der Fetschrift 2006Ist der Taktstock ein Musikinstrument? Er selbst klingt nicht, und Dirigenten produzieren - streng genommen - keine Klänge. Sie animieren die Musiker, auf Ihren Instrumenten die Töne zu spielen, die in ihrer Gesamtheit den Orchesterklang ausmachen. Also wäre der Resonanzkörper des Taktstocks das Orchester.

"Der Dirigent schimpft immer mehr über den Klang des Orchesters, bis dieses einmal komplett den Einsatz verweigert. Der Konzertmeister erklärt dem Dirigenten: "Sehen sie, so klingt ein Taktstock!"

Technik & Material

Es gibt verschiedene Taktstöcke, was auch mit der Physis der Dirigenten zu tun hat. Manche sind größer, manche haben breitere Schultern, manche sind runder oder dünner. Der Taktstock muss zur Person passen. Die optimale Länge ergibt sich aus dem Abstand von der Ellenbeuge bis zur Mitte der Handfläche.

Sehr gute Taktstöcke werden von der Firma Mollard hergestellt. Sie sind sehr leicht im Gewicht und liegen gut in der Hand. Es besteht eine genaue Balance zwischen Griff und Schaft und sie sind ausgezeichnet verarbeitet.

 

Wer kann den "Taktstock" bedienen?

Der Dirigent verwendet den Taktstock zum visuellen Anzeigen des Taktschlages der widerum das Tempo für das Orchester verdeutlicht. Der Musiker kann sich dadurch am Schlagbild des Dirigenten orientieren. Als Schlagbild wird der definierte Ablauf einer Bewegungsfolge bezeichnet, die der Dirigent mit seiner Hand mit dem Taktstock in die Luft "zeichnet".

 

Typische Schlagbilder:

<Bild 4er Taktschlag>

 

Ab welchem Alter kann man den "Taktstock" erlernen?

Es gibt eigentlich keine Altersgrenze für einen Dirigenten. Es wird etwas durch die physischen körperlichen Merkmale bedingt. Zum einen muss ein Dirigent den Rythmus bzw. das Tempo konstant "dirigieren" können, ohne dabei schneller oder langsamer zu werden. Zum anderen muss er eine solche Größe haben, dass ihn das Orchester auch sehen kann, wenn er davor steht. Dies wird bei großen Orchestern bzw. körperlich kleinen Dirigenten durch ein Podest bzw. eine Erhöhung zum Stehen ausgeglichen. Da die Ausbildung aber sehr umfassend ist, sind die jüngsten Dirigenten ca. 18 Jahre, meist aber eher 20 Jahre oder älter.

 

Ausbildungsverlauf für Dirigenten von (sinfonischen) Blasorchestern

Eine Weiterbildung ist dann noch möglich über

  • Meisterkurse bei bekannten Dirigenten
  • Musik-Studium mit Fach "Dirigieren" an einer Musikhochschule
  • Weiterbildung zum "Internationalen Wertungsrichter / Juror" an der Bundesakademie in Trossingen

 

Dirigent der Orchestergemeinschaft Seepark

Seit der Gründung der Orchestergemeinschaft Seepark ist Michael Schönstein als musikalischer Leiter und Dirigent tätig. Sein vornehmliches musikalisches Interesse liegt in der Förderung der sinfonischen Blasmusik.
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Videos & Hörbeispiele:

 

 

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